Plakate designen – aber richtig!

3. September 2012

Nicht wenige Menschen betrachten Plakate als Flyer in Großformat. Doch weit gefehlt! Einen Flyer kann sich jeder in die Tasche stecken und bei Gelegenheit lesen. Ein Plakat hingegen muss schon beim Vorübergehen oder Vorbeifahren lesbar sein. Alle relevanten Informationen sollten ins Auge fallen. Das bedeutet, nicht nur die Anordnung der einzelnen Bestandteile des Plakats ist von Belang, sondern auch die Farbgebung sowie die Platzierung des Werbeträgers spielen eine Rolle.

Vorüberlegungen

Wichtig ist, die Zielgruppe zu kennen, an die sich das Plakat richtet. Dementsprechend kann die Wortwahl getroffen werden – es ist ein Unterschied, ob sich die Werbung an junge Leute oder konservative Senioren richten soll – und auch die Farbgebung wird entsprechend gewählt. Natürlich müssen eventuelle Vorgaben seitens des Auftraggebers beachtet werden, sofern das Plakat als Auftragsarbeit designt werden soll. Darüber hinaus sollte beachtet werden, dass ausreichend Platz zur Verfügung steht, damit Sponsoren oder Kontakte aufgeführt werden können. Daher darf nicht die ganze Fläche zum Bedrucken genutzt werden.

Verhältnis von Bild und Schrift

Plakate dürfen nur wenig Schrift enthalten, denn kaum jemand bleibt davor stehen und liest sich den Text durch. Kurze, knackige Aussagen, dazu Fotos und Grafiken sind das A und O eines guten Plakats. Hier sollte bedacht werden, dass die meisten Menschen erst auf die Bilder schauen und dann entscheiden, ob es sich lohnen könnte, den Text zu lesen. Auch aus diesem Grund sollte der Text nur die wichtigsten Informationen enthalten. Ein Hinweis darauf, wo weitere Infos zu finden sind, ist nützlich. Hier kann beispielsweise eine Internetseite angegeben werden.
Die Platzierung von Bild und Schrift sollte so gewählt werden, dass der Betrachter genau drauf schauen muss, dass seine Augen praktisch zum Wichtigsten gelenkt werden. Keine leichte Aufgabe und oft ist es nötig, die zentralen Elemente des Plakates zu verschieben, um deren beste Position zu finden. Einen guten Artikel über Plakatdesign findet man hier.

Aufbereitung der Daten und Druck

Plakate werden längst nicht mehr von Hand gezeichnet, sie werden gedruckt und in optisch ansprechender Qualität veröffentlicht. Das bedeutet aber, dass die Daten für den Druck aufbereitet werden müssen. Da dies für Laien nur schwer durchführbar ist, empfiehlt es sich, die Vorlagen für Plakate an eine Druckerei zu geben, die im besten Fall einige Erfahrung auf dem Gebiet des Plakatdrucks vorweisen kann. Es gibt verschiedene Anlaufstellen dafür und es ist heutzutage nicht mehr nötig, eine Druckerei vor Ort aufzusuchen. Sie können auch hochwertige Plakate z. B. bei flyermaschine.de drucken lassen und halten schon nach kurzer Zeit das Ergebnis in den Händen.

Die Farbgebung

Jeder kennt die Bedeutung der einzelnen Farben. Daher sei an dieser Stelle nur darauf verwiesen, dass ein Plakat zwar bunt, aber nicht unruhig sein sollte. Außerdem sollten Sie darauf verzichten, Ihre Plakate überwiegend in Rot und Grün zu gestalten. Der Grund dafür ist folgender: Rund neun Prozent der Männer leiden unter einer Rot-Grün-Schwäche, Frauen zu weniger als einem Prozent. Das bedeutet, dass Sie mit Ihrem Plakat diese Menschen nicht erreichen würden.
Wenn das Plakat international veröffentlicht werden soll, ist es wichtig, die Assoziationen zu den einzelnen Farben zu kennen, um nicht mit dem Design ins Fettnäpfchen zu treten. Jeder kennt wohl das Beispiel der Werbung des Restaurants mit dem goldenen “M”: Die Kampagne in Japan war nicht sehr erfolgreich, als der Clown mit seinem weiß bemalten Gesicht auftrat – Weiß gilt in Japan als Farbe des Todes und der Trauer.

Beliebte Fehler beim Plakatdesign

Alle kennen die Plakate, in denen leicht bekleidete junge Frauen zu sehen sind. In einer Zeit, in der Kleidung in der Werbung scheinbar Mangelware ist, wirkt das aber eher abschreckend. Genau genommen bringt auch kaum jemand das beworbene Produkt oder eine Veranstaltung mit einer fast nackten Frau in Verbindung – von den einschlägigen Partys und Etablissements einmal abgesehen.
Sprichwörter sind ebenfalls mit Vorsicht zu behandeln. Nicht jeder kennt deren Bedeutung und weiß dann mit dem Text nichts anzufangen. Für Erklärungen ist kein Platz, außerdem wäre dann die Wirkung des Sprichworts dahin. Für ein Bonmot ist dagegen immer Platz, wenn es allgemein verständlich ist.
Zu guter Letzt sei noch einmal darauf hingewiesen, dass zu viel Text vermieden werden sollte – das kann gar nicht oft genug gesagt werden. Bilder und Grafiken ziehen die Blicke der Leute auf sich, der Text sollte eher unterstützend eingesetzt werden. Ein Zuviel erschlägt den Menschen, der sich das Plakat anschaut und verfehlt seine Wirkung.

 

Bildquelle: http://www.flickr.com/photos/nullprozent/3650803218/sizes/z/in/photostream/

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